Nischen und Raumecken als Stauraum für Bücher nutzen
Jede Wohnung hat sie: Stellen, die bei der Planung schlicht vergessen wurden. Ein schmaler Streifen neben dem Kühlschrank, die Vertiefung hinter der Tür, der Winkel zwischen Schrank und Fensterwand. Meistens bleiben diese Flächen leer, weil kein Standardmöbel hineinpasst. Genau dort lässt sich jedoch Stauraum für Bücher schaffen, ohne dass ein einziger Quadratmeter Wohnfläche verloren geht. Wer seine Regale ohnehin schon bis zum Anschlag gefüllt hat, findet in solchen Winkeln oft die letzte freie Fläche der Wohnung.
Entscheidend ist, die tatsächlichen Maße zu nehmen, bevor irgendetwas gekauft wird. Ein Zollstock und ein Blick auf den Bodenbelag genügen für den Anfang. In vielen Fällen lohnt es sich, Ecken zu nutzen und mit schmalen, höhenverstellbaren Regalsystemen zu arbeiten, die sich an die vorhandene Tiefe anpassen. Wer handwerklich geschickt ist, baut passgenaue Regalbretter aus Multiplexplatten und montiert sie mit Winkeln direkt an der Wand. Alternativ funktionieren auch einfache Eckregale aus dem Baumarkt, sofern die Schenkelbreite zur Nische passt.
Bei der Auswahl der Bücher sollte nach Nutzungshäufigkeit sortiert werden. Dauerhaft benötigte Nachschlagewerke gehören in greifbare Höhe, während selten gelesene Bände weiter oben oder in den hinteren Winkel wandern. Hohe Stapel vermeiden, denn in schmalen Nischen besteht schnell die Gefahr, dass Bücher herauskippen. Schmale Leisten oder ein gespanntes Gummiband an der Regalkante halten alles an Ort und Stelle. Auch die Tiefe spielt eine Rolle: In Nischen von weniger als zwanzig Zentimetern stehen Taschenbücher besser als großformatige Bildbände.
Wer diese Flächen konsequent nutzt, gewinnt pro Wohnung schnell mehrere laufende Meter Regalfläche zurück. Das entlastet die Hauptregale und schafft Platz für neue Anschaffungen. Wichtig bleibt, die Nischen nicht zu überladen und auf ausreichende Luftzirkulation zu achten, damit sich kein Staub oder Feuchtigkeit sammelt. Ein kurzer Blick in jeden Winkel der Wohnung lohnt sich also, bevor das nächste Buch mangels Platz aussortiert wird.